Urbane (De)kodierungen, 2019

Zeichnung, Fotografie, Installation, Künstlerbücher

Stadtraum wurde lange im Architekturdiskurs als unveränderliche Struktur betrachtet. Henri Lefebvre erweiterte die Definition von urbanen Raum und definiert diesen durch in ihm stattfindenden Handlungen und sozialen Interaktionen. Für ihn prägen individuelle Handlungen die Wirklichkeit des öffentlichen Raums und spiegeln gleichzeitig soziale Konventionen und politische Normen wider, wobei sie das Alltägliche mit dem Gesellschaftlichen und Politischen verbinden.

 

Im Projekt Urbane (De)kodierungen wurde erforscht, welche spezifischen Handlungen den urbanen Raum Wiens prägen. Julia Dorninger bewegte sich dazu durch den 6. Bezirk und nutzte die Technik der Situationisten. Während der Bebauungsplan die Stadt als gebautes Gefüge abbildet, zeigt sich im Forschungsansatz der Stadtraum über Handlungen, die flüchtige Momente urbaner Wirklichkeit erfassen. 


Narratives of urban space, Handymania, 2023
Aquarell, Tusche, Nähseide auf Papier, 40 x 13 cm
Leporello, 10 Seiten, Unikat

Narratives of urban space, 80 Handlungen im urbanen Raum, 2018
Original-Federzeichnungen auf Papier, 21 x 29,7 cm
Künstlerbuch, 80 Seiten, handgebunden, japanische Bindung, Unikat

Urbane (De)kodierungen, 2019

C-Print, Holz, Gummi, Dimensionen variabel

Ausstellungsansichten FOTO WIEN, 2019