Narratives of urban space, 2020

Serie von 16 Arbeiten, Tusche, Aquarell, Bleistift, Buntstift auf Papier, 70 x 50 cm

Covid 19 war ein massiver Eingriff in unser (öffentliches) Leben und über meine wöchentliche künstlerische Recherche wurde es mir möglich, Vergleiche zu ziehen und die massiven Veränderungen den öffentlichen Raum und dessen Benutzung betreffend über die letzten Monate hinweg zeichnerisch zu dokumentieren.


lockdown, 2020

Serie von Mixed Media Arbeiten, je 30 x 30 cm


Urbane (De)kodierungen, 2019

Installationsansichten, sehsaal Wien, Foto: Claudia Dorninger-Lehner

Holz, C-Print auf Dibond (30x40 cm), Dimensionen variabel

Lange Zeit wurde Raum im Architekturdiskurs als eine unveränderliche Struktur betrachtet. Erst der französische Soziologe Henry Lefebvre erweiterte den Raumbegriff um eine soziale und eine geistige Komponente. Lefebvre forderte die Bewohner dazu auf, die Stadträume neu zu entdecken und auch mitzugestalten, da für ihn Raum ein gesellschaftliches Produkt darstellt, das durch Handlungen und soziale Interaktion erst erzeugt wird. Lefebvres Ansatz veränderte das Denken über den Raum.


80 Handlungen im urbanen Raum, Federzeichnungen auf Papier, japanische Bindung

Unter den verschiedenen situationistischen Verfahren ist das Umherschweifen eine Technik des eiligen Durchquerens abwechslungsreicher Umgebungen. Das Konzept des Umherschweifens ist untrennbar verbunden mit der Erkundung von Wirkungen psychogeographischer Natur und der Behauptung eines konstruktiven Spielverhaltens. Das Umherschweifen ist eine Bewegungsart, die sich durch ihre Ziel- und Planlosigkeit, durch ihre Verachtung ausgetretener Pfade, ihren Verzicht auf alle bisherigen Bewegungs- und Handlungsmotive den funktionalisierten Zwang-Strukturen der Stadt entzieht, ja diese zweckentfremdet. Mit der Methode des Umherschweifens soll die Stadt als Erfahrungs- und Erlebnisraum ausgelotet und auf ihre Möglichkeiten zur Konstruktion von Situationen befragt werden. Sie dient zur Beschaffung von Material, das die Situationisten für ihre Kritik des bestehenden Urbanismus einsetzen. Die beim Umherschweifen gewonnenen Erkenntnisse schlagen sich nieder in psychogeographischen Landkarten. Durch das Umherschweifen wollen die Lettristen/Situationisten die Wahrheit des unmittelbaren Lebens ans Tageslicht bringen. (Juri Steiner)

Ephemeral landscapes, 2018

Superscape 2018, Innovationspreis für visionäre Architekturprojekte, awarded

Auszug aus der Projektbeschreibung:

 

In meinem 2018 begonnenen Projekt Ephemeral Landscapes untersuche ich, wie sich soziale Interaktion auf den physischen bzw. gebauten Raum auswirkt bzw. in wie weit paradigmatische Entwurfsmethoden und Raumkonzepte soziale Konstellationen beeinflussen können. Ich hinterfrage etablierte Planungsprozesse und herkömmliche Entwurfsparameter und suche nach neuen Parametern, die zu unerwarteten Ergebnissen im Entwurfsprozesse bzw. in der Bildung von Raum führen können. Hierbei forsche ich im Feld von Wissenschaft, Architektur und Kunst und lasse wissenschaftlich theoretische, künstlerische und architektonische Aspekte in meine Projektgenese einfließen. Mittels der gewonnenen Erkenntnisse entwickle ich neue Raumbildungstheorien, in denen Raum nicht als eine abgeschlossene Entität, sondern als fortwährender Prozess betrachtet wird, der von Handlungen und Bewegungen erzeugt wird, als ein kontinuierlich produzierter, nie abgeschlossener Raum, in dem Struktur situativ entwickelt und optimiert wird.

www.superscape.at

1.200 Bücher von linken, jüdischen oder christlich-sozialen Schriftstellern wurden verbrannt, Werke von Stefan Zweig, Heinrich Heine und Else Lasker-Schüler landeten auf dem Scheiterhaufen: Am 30. Mai 1938 fand auf dem - derstandard.at/2000078784872/Spaetes-Mahnmal-fuer-die-Buecherverbrennung-in-Salzburg


Rauschen, 2017

ChromaLuxe Metal Print,  je 75 x 115 cm

Christian Doppler Kunstpreis, awarded

Auszug aus der Projektbeschreibung:

 

Die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Naturwissenschaft ist ein wesentliches Thema künstlerischer Forschung. In der vierteiligen Serie Rauschen setze ich mich mit dem Christian Doppler Effekt auseinander. Über künstlerische Prozesse stelle ich Analogien zu wissenschaftlichen Versuchsanordnungen her und versuche dadurch, neue Denk- und Wahrnehmungsebenen bzw. Anregungen zu schaffen, um die Tragweite der Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Diskurs in der Kunst und deren Erkenntnisleistung auszuloten.

 

Doppler schreibt in seiner Originalarbeit: „Von diesen rein subjectiven Bestimmungen, nicht aber von dem objectiven Sachverhalte hängt die Farbe und Intensität einer Lichtempfindung oder die Tonhöhe und Stärke irgendeines Schalls ab.“ In der konkreten künstlerischen Durchführung der Fotoserie werden das Motiv zum Sender und die Kamera durch Tausch der Kameraobjektive zum sich bewegenden Empfänger. Die Tautologie von optischen, akustischen und elektromagnetischen Effekten wird durch die Auswahl des Motivs „Wellen“ sichtbar gemacht und darüber hinaus verstärkt.


Serie 105, 2008

Print auf Leinwand, 60 x 80 cm

verschiedene Materialien, 1 x 11 cm

Serie 103, 2006

Selenographie auf Leinwand, 105 x 140 cm
Ausstellungsansichten, Lange Nacht der Museen, Leopoldmuseum, Wien