CURATORIAL


Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele (Marcus Tullius Cicero), 2019

partizipative Skulptur, Künstlerhaus, Wien

im Rahmen der Projektreihe Wissenschaf(f)t Kunst

von Gabriele Baumgartner und Julia Dorninger

 

Im Rahmen von Haben und Brauchen in Wien

Ein Projektzyklus und Kooperationsprojekt des Künstlerhauses,

Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs

unter der künstlerischen Leitung von Tim Voss

 

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Ausstellungsansichten Künstlerhaus Wien, 2019

Skulptur: Julia Dorninger

Landscapes of knowledge thematisiert digitale und konkrete Wissensräume. Das Buch stellt einen abgeschlossenen Informationsraum dar (ein Buch hat einen Anfang und ein Ende) während im Zeitalter der Digitalisierung Wissensräume unendlich sind (man kann durch einen Mausklick die Informationsaufnahme nicht beenden, sondern nur unterbrechen). Über sich scheinbar immer wieder selbst generierende freie (Daten)bahnen, die Wissensräume definieren, wird eine Struktur hergestellt, die in ihrer Gesamtheit für die unendliche Weite des Digitalen steht. In diese wird konkretes Wissen, also die Bücher, implementiert.

 

Landscapes of knowledge bietet keinen programmatischen Aufbau, sondern folgt der situativen Dynamik innerhalb der Ausstellung. Über ihre variablen Dimensionen reflektiert sie die Größe des Wissens, das sich im Zuge der Anzahl der beteiligten KünstlerInnen ergibt, sie kann wachsen oder auch schrumpfen und ist so Metapher für die kollektive Wissenskonstruktion.

 

Landscapes of knowledge nimmt seinen formalen Ursprung in der Grundsrissgenealogie der Staatsbibliothek von Hans Scharoun in Berlin. Diese gilt bis heute als ein Gebäude für den freien Geist und kann über die Offenheit der Raumkomposition dem organischen Bauen zugerechnet werden. Das Gebäude folgt keinen geradlinigen Achsen, sondern wurde von innen nach außen entwickelt und mit all seinen Wegen wie eine Landschaft inszeniert.

 

Text: Julia Dorninger, Februar 2019

Modell: Julia Dorninger


Konvergenzen, 2018

Ausstellung und Workshops, Kulturdrogerie, Wien

im Rahmen der Projektreihe Wissenschaf(f)t Kunst

von Gabriele Baumgartner und Julia Dorninger

 

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Künstlerkarten: Julia Dorninger


WeiterBILDung, 2015

Ausstellung

zum Tag der Weiterbildung, ip.center, Wien

Kann Fortbildung mehr als nur reine Wissensvermittlung sein? Ist es nicht vielmehr auch eine emotionale, soziale und somit persönliche Weiterentwicklung?

 

Erstmals veranstaltete ipcenter.at einen zukunftsweisenden Aktionstag in Zusammenarbeit mit ipforum.at, einer Plattform zur Verbindung von Bildung, Beruf, Kunst und Gesellschaft. Gemeinsam mit dem ip.forum wurde am 11.06.2015 die Ausstellung „weiterBILDung – und welchen Beitrag KünstlerInnen dazu leisten können“ eröffnet. Die Idee und das Konzept für die Ausstellung bzw. die Ausstellungsgestaltung entwickelte ich gemeinsam mit Katharina Tentschert. Unterstützt wurde ich weiters von Gabriele Baumgartner (Kunsthistorikerin) und Claudia Lehner (Fotografie). Parallel zur Ausstellung entwarf ich Karten, die es ermöglichen sollten, die über die Interviews mit den beteiligten KünstlerInnen erhaltenen Anregungen und Denkanstöße über das Ausstellungsformat hinaus weiterzutragen. Auszug aus dem Pressetext:

 

„Eine Ausstellung, bei der der Fokus nicht auf dem Kunstwerk selbst liegt, sondern vielmehr auf der Herangehensweise und Umsetzung von künstlerischen Herausforderungen. Und welchen Einfluss der Schaffensprozess auf die persönliche Weiterentwicklung der Künstlerlnnen hat“, so Künstlerin Julia Dorninger.

 

„Alfredo Barsuglia, Markus Hiesleitner, Rudolf Heller, Hana Kuchlerova, Ina Loitzl und Stefan Nützel: Sechs KünstlerInnen, die bereits mehrfach im ip.forum ausgestellt haben, haben ihre Ateliertüren geöffnet und gewähren Einblicke in ihre Arbeitsweisen und Schaffensprozesse“, so Mag. Gabriele Baumgartner, Kunsthistorikerin. Einblicke, die im Bereich der Weiterbildung – auch in Hinblick auf eine persönliche Weiterentwicklung - wertvolle Impulse liefern können.

Künstlerkarten: Julia Dorninger


ProduktArt, 2015

Ausstellung und Workshop, ip.center, Wien

Das ip.center– Team setzte sich in den letzten Wochen mit Fragestellungen rund um individuelle Arbeitswelten auseinander. In enger Zusammenarbeit mit Künstlern wurden eingesessene Denk- und Arbeitsmuster aufgebrochen. Als eine der geladenen Künstlerinnen begleitete ich den Workshop ProduktArt. Die neuen künstlerischen Wege des ip.center und Ergebnisse der Workshops wurden bei der Ausstellung präsentiert.

 

Der von mir konzipierte Workshop ProduktArt wurde auf meine Bitte hin von der Kunsthistorikerin Mag. Gabriele Baumgartner begleitet, die parallel zu unserer Diskussion über die Positionierung des Künstlers im Produktbereich mit Ölkreide auf Papier Skizzen anfertigte. Entstanden ist eine Serie von Bildern, die die Haltungen und Emotionen der Workshop Teilnehmer visualisieren. Einerseits zeigen die Arbeiten die individuelle Wahrnehmung der Zeichnerin, andererseits lassen sie Raum zu verschiedenen Neuinterpretationen durch den Betrachter, dies impliziert die Chance, den Workshop unter komplett neuen Aspekten zu betrachten. Somit ist die Zeichnung in diesem neu gesetzten Kontext nicht nur narratives Medium, sondern sie stellt auch abstrakte Vorgänge, Konstellationen und Vorstellungen dar und bietet neue Reflexionsmöglichkeiten.