spatial


1+1 istnichtgleich 2 2015

Objekte aus Corian, Schaumstoff, 2015

awarded

 

Die erstmals im Rahmen des Salon Jardin präsentierten Objekte bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kunstwerk und Design, vereinen Objekt-Ästhetik und Gebrauchsfunktion, beinhalten sowohl skulpturale bzw. installative als auch praktikable bzw. funktionale Aspekte.

 

Zwei Einzelteile, ein Corian- und ein Schaumstoffteil, ermöglichen in ihrer Addition vielfältige Positionen. Mittels Polyamidschrauben bzw. Kabelbinder können die einzelnen Corianteile schnell und einfach immer wieder neu miteinander verbunden werden. Über die Möglichkeit zum leichten und raschen Umbau kann sich das Objekt an verschiedene Alltagssituationen anpassen, auf unterschiedliche Anforderungen/ Raumgrößen reagieren und somit unserer heutigen Geschwindigkeitsgesellschaft standhalten. Darüber hinaus können herkömmliche Nutzungsmöglichkeiten hinterfragt und ungewohnte Positionen erprobt werden.

 


wörtersee 2011

ins land einischaun I mit Daniel Bednarzek, Installationsansicht, Galerie 3, Klagenfurt, 2011

 

unter dem werktitel ins land einischaun soll eine installation entstehen, die die visuelle, auditive und haptische wahrnehmung des betrachters fordert.

die kärnten-werbung spricht davon, die identität kärntens in authentische und attraktive angebote unter der marke kärnten umzusetzen. die strategischen geschäftsfelder der kärnten-werbung bewegen sich dabei zwischen bergen und seen, familie, kultur und kulinarik. ein weiterer schwerpunkt sind events. der WÖRTHERSEE ist bestandteil dieser massiven öffentlichkeitsarbeit, werbemittelproduktion und verkaufsförderung.

 

aber- was steckt hinter diesem WÖRTERSEE? mit hilfe von (bewegten) bildern und akkustischen signalen wollen wir den betrachter dazu verleiten, seine wahrnehmung zu schärfen, um hinter die fassade zu schauen.

 

der kunstrasen , der die innenwände des lichthofes bedeckt, erhält an verschiedenen stellen ausschnitte mit bildern, die idylle insinuieren. diese löst sich dann in den, streng im raster von oben abgehängten, plastikbechern sprichwörtlich in luft auf. alles wird transparent-durchschaubar. die plastikbecher symbolisieren inhaltslosigkeit. oft wird etwas so leicht dahingesagt….. welche divergenzen ergeben sich zwischen dem gesprochenen wort und seiner tatsächlichen aussage? eine soundinstallation soll diese fragestellung noch unterstreichen. jeder becher enthält einen buchstaben, bei genauerer betrachtung des wörtersees ergeben sich aus politik und werbung willkürlich herausgegriffene schlagworte (suchrätsel).


die zeittotschlagmaschine I mit Daniel Bednarzek, Ausstellungsansicht,  Galerie in der Freihausgasse, Villach,  2007

 

die zeittotschlagmaschine 2007

die zeittotschlagmaschine , Wuzzler ohne Tore, weiss lackiert I mit Daniel Bednarzek, Aufbau,  Galerie in der Freihausgasse, Villach,  2007

 

 

Anhand der gemeinsam mit Daniel Bednarzek entwickelten Installation, die in der Galerie Freihausgasse, Villach, gezeigt wurde, sollen Phänomene der Medienrezeption untersucht werden.

 

Schlagen wir die Zeit tot? Das Spiel ohne Ende wird zu einer Metapher für den Verlust des Zeitempfindens, eine surreale Situation gefangen in einer Art perpetuum mobile, indem der Betrachter interaktiv Teil der Installation wird. Die Installation soll im Betrachter emotionale Momente evozieren, die ein Erfassen der linearen Zeit durch das Auflösen der Begrifflichkeiten Vergangenheit- Gegenwart- Zukunft nicht mehr ermöglichen, dies bedingt eine Störung seiner Zeitwahrnehmung, des Zeitverhaltens und der Zeitordnung . Das Zeitempfinden wird nivelliert. Durch das Fehlen von Mannschaften und Toren betritt man eine Endlosschleife, in der jegliche Orientierung verloren geht. Die Installation soll aber auch die klischeehafte Betrachtung des Zeittotschlagens aufgreifen. Konkret soll beispielsweise der individuelle Zeitraub durch Talkshows o.ä. persifliert werden und mit einem Augenzwinkern ein Ambiente geschaffen werden, in dem sich der Besucher bei einer LIVE Übertragung des Endlosspiels wiederfindet.

 


live!life 2007

live!life I  mit Daniel Bednarzek, Serie von Fotoarbeiten, partizipativ

55 x 75 cm,  2007

 

Mittels dieser gemeinsam mit Daniel Bednarzek konzipierten partizipativen Arbeit zur Eröffnung der Langen Nacht der Museen in der Galerie in der Freihausgasse, Villach, wurde unsere heutige Eventkultur, die “themed world“ hinterfragt: Fast alles wird zum Erlebnisthema gemacht. Lösen virtuelle Erlebniswelten immer mehr reale Wirklichkeiten ab?

 

Von dieser Fragestellung ausgehend entwickelten wir einen Slogan, der gemeinsam mit einer Grafikerin in ein Logo umgesetzt wurde. Aus dem Logo wurde ein Stempel gefertigt. Während der Langen Nacht der Museen erhielt jeder Besucher eine Stempelung:  LIVE!LIFE

 

LIVE!LIFE beinhaltet die Gefahr, Erlebtes, Gesehenes, Konsumiertes nicht mehr weiter zu verarbeiten, wir werden Opfer einer Geschwindigkeitsgesellschaft.

Mehr Information bedeutet nicht Mehrwert an Information, sondern Überinformation führt zu Desensibilisierung.

Wahrnehmungsverlust durch Geschwindigkeitszuwachs. Durch die heutige Geschwindigkeit der unmittelbaren Übertragung von Informationen können Inhalte nicht mehr reflektiert werden, es kommt in weiterer Folge zu einem Realitätsverlust. Vielschichtige Sachverhalte können nicht mehr interpretiert werden, Information wird banal und austauschbar, Gewohnheit ersetzt Bereicherung.

 


serie 103 I Selenographie auf Leinwand

105 x 140 cm, 2006

 

serie 103 2006

Ausstellungsansichten, Lange Nacht der Museen, Leopoldmuseum, Wien, 2006

 

Die Fotoarbeiten der Serie 103 wurden für die Lange Nacht der Museen im Leopoldmuseum Wien konzipiert und in einem speziellen Verfahren von der Selenographischen Gesellschaft Wien auf Leinwand gebracht. Bei der Selenographie handelt es sich um eine in Wien entwickelte Technik zur Herstellung von Reproduktionen alter Meister, die kaum vom Original zu unterscheiden sind.

 

Der Gegensatz zwischen formaler Ästhetik des Bildes und konzipierter Bildaussage, die Veränderung gewohnter Maßstäbe und die Absenz der Farbe bei Objekt und Raum bedeuten Reduktion sowie Konzentration auf die Thematik - es enthebt das Werk aus der alltäglichen Wahrnehmung. Die Verwendung von Weiß ist der Verzicht auf die unmittelbare Emotion, das analytische Moment tritt in den Vordergrund, die konzeptionelle Grundhaltung der Bilder soll verdeutlicht, die Intensität der Aussage verstärkt werden.

 

Die Auseinandersetzung mit Raum erfolgt in einem analytischen Prozess. Ein Raum ist der Ort und seine Entdeckung zugleich, er ist Bestätigung oder Negation des Reellen. Schließlich der Mensch als einzig figuratives Element, er formuliert den Raum; Raster, Strukturen, Möglichkeiten, Daten, Beziehungsfelder entstehen. Die Geschichte des Bildes zu lesen bedeutet, die Systematik, innerhalb der sich Individuen und Gruppen bewegen, zu begreifen.

 


miezengrill 2003

Objekt aus Holz, Schaumstoff, 2003

in Zusammenarbeit mit der Firma M&G Interiors, Wien/Lunz am See