Wie stark muss ein Bild sein, damit es uns noch berührt?

In diesem investigativen fortlaufenden Projekt hinterfrage ich die Auswirkungen der Medien auf unsere Wahrnehmung und unsere Emotionen. Die Bilderflut der Gegenwart gibt eine sehr schnelle Rezeption vor, und Bildinhalte können in Sekunden digital verändert werden. Der Betrachter wird durch starke Signale, durch visuell einfach erfassbare, plakative, farbige Bilder eingefangen, wobei diese spezifisch ausgerichteten Informationen keine Reflexionsangebote und -möglichkeiten bieten. Der Mediennutzer wird mit gezielten Botschaften konditioniert. Doch gerade durch diese Konditionierung kann der Konsument beginnen, sich emotional zu distanzieren, was aber die Gefahr nach sich zieht, Erlebtes, Gesehenes und Konsumiertes nicht mehr verarbeiten zu können, sodass es aufgrund der Überinformation zu einer Desensibilisierung kommen kann.