serie 103, 2006

Selenographie auf Leinwand, 105 x 140 cm
Ausstellungsansichten, Lange Nacht der Museen, Leopoldmuseum, Wien, Foto: Julia Dorninger

Die Fotoarbeiten der Serie 103 wurden für die Lange Nacht der Museen im Leopoldmuseum Wien konzipiert und in einem speziellen Verfahren von der Selenographischen Gesellschaft Wien auf Leinwand gebracht. Bei der Selenographie handelt es sich um eine in Wien entwickelte Technik zur Herstellung von Reproduktionen alter Meister, die kaum vom Original zu unterscheiden sind.

 

Auszug aus dem Pressetext:

 

 

Der Gegensatz zwischen formaler Ästhetik des Bildes und konzipierter Bildaussage, die Veränderung gewohnter Maßstäbe und die Absenz der Farbe bei Objekt und Raum bedeuten Reduktion sowie Konzentration auf die Thematik - es enthebt das Werk aus der alltäglichen Wahrnehmung.

 

Die Verwendung von Weiß ist der Verzicht auf die unmittelbare Emotion, das analytische Moment tritt in den Vordergrund, die konzeptionelle Grundhaltung der Bilder soll verdeutlicht, die Intensität der Aussage verstärkt werden.

 

 

Die Auseinandersetzung mit Raum erfolgt in einem analytischen Prozess. Ein Raum ist der Ort und seine Entdeckung zugleich, er ist Bestätigung oder Negation des Reellen. Schließlich der Mensch als einzig figuratives Element, er formuliert den Raum; Raster, Strukturen, Möglichkeiten, Daten, Beziehungsfelder entstehen. Die Geschichte des Bildes zu lesen bedeutet, die Systematik, innerhalb der sich Individuen und Gruppen bewegen, zu begreifen.