Rauschen, 2017

ChromaLuxe Metal Print,  je 75 x 115 cm

Die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Naturwissenschaft ist ein wesentliches Thema künstlerischer Forschung. In der vierteiligen Serie Rauschen setze ich mich mit dem Christian Doppler Effekt auseinander. Über künstlerische Prozesse stelle ich Analogien zu wissenschaftlichen Versuchsanordnungen her und versuche dadurch, neue Denk- und Wahrnehmungsebenen bzw. Anregungen zu schaffen, um die Tragweite der Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Diskurs in der Kunst und deren Erkenntnisleistung auszuloten.

 

Doppler schreibt in seiner Originalarbeit: „Von diesen rein subjectiven Bestimmungen, nicht aber von dem objectiven Sachverhalte hängt die Farbe und Intensität einer Lichtempfindung oder die Tonhöhe und Stärke irgendeines Schalls ab.“ In der konkreten künstlerischen Durchführung der Fotoserie werden das Motiv zum Sender und die Kamera durch Tausch der Kameraobjektive zum sich bewegenden Empfänger. Die Tautologie von optischen, akustischen und elektromagnetischen Effekten wird durch die Auswahl des Motivs „Wellen“ sichtbar gemacht und darüber hinaus verstärkt.