ephemeral landscapes, 2018

Wettbewerbsbeitrag

awarded

IimImVAm 30. Mai 1938 fand auf dem Salzburger Residenzplatz die erste und einzige große Bücherverbrennung Österreichs statt. 80 Jahre später hat die Stadt nun ein Mahnmal errichtet. Am Montag findet eine - derstandard.at/2000078784872/Spaetes-Mahnmal-fuer-die-Buecherverbrennung-in-Salzburg

Im Rahmen des Wettbewerbs Superscape, ausgelobt von JP architektur perspektiven, entstand das Projekt Ephemeral Landscapes: Redefining the narrative of urban space.

 

Auszug aus der Projektbeschreibung:

 

Das Projekt Ephemeral Landscapes hinterfragt etablierte Planungsprozesse und –methoden der Architektur. Die Evaluation von Bedürfnissen angestrebter Zielgruppen, fixe Raumprogramme und zeit- sowie kontextabhängige Erkenntnisse werden üblicherweise zu relevanten Parametern im Entwurfsprozess. Allerdings erweisen sich Strukturen, die nach diesen Planvorgaben entstehen, vielfach als starr oder kaum flexibel.

Begriffe wie Wohnen oder Arbeiten werden noch immer mit physischen Orten verbunden, obgleich globale Trends zur Vernetzung von Wissen und Mobilität erkennen lassen, dass zukünftig Wohnung und Arbeitsplatz vielfach nicht mehr an einen fixen Ort gebunden sein werden.

Ephemeral Landscapes evoziert ein radikales Umdenken in der Entwicklung von Raum, einen Paradigmenwechsel, bei dem konventionelle Belegungen von Parametern auf den Kopf gestellt, neue Parameter eingeführt und tradierte Randbedingungen vernachlässigt werden. Raum wird hier primär als Leerraum verstanden, der Bedürfnisse erst generiert. Dieses physische Vakuum besitzt die Energie zur materiellen Expansion: Bewegungen und Handlungen durchdringen den Raum und ordnen ihm so seine Aufgaben zu. Die entstehenden Aktionsräume verbessern wiederum das Verständnis über die Bedürfnisse ihrer Nutzer. Ephemeral Landscapes kann als Anstoß zu einem kontinuierlich verlaufenden, nie abgeschlossenen Prozess angesehen werden, bei dem Räume situativ immer weiterentwickelt und nicht an vorgegebene Notwendigkeiten angepasst werden.

www.superscape.at

 

1.200 Bücher von linken, jüdischen oder christlich-sozialen Schriftstellern wurden verbrannt, Werke von Stefan Zweig, Heinrich Heine und Else Lasker-Schüler landeten auf dem Scheiterhaufen: Am 30. Mai 1938 fand auf dem - derstandard.at/2000078784872/Spaetes-Mahnmal-fuer-die-Buecherverbrennung-in-Salzburg